Französich-Profil nimmt an Autorenlesung teil

“Le frère de Simone” - Eine Autorenlesung mit Eva Kavian
 
Am Dienstag den 28.02.2017 besuchte das Französisch-Profil der Q1b in Begleitung von Frau Keller eine Autorenlesung der belgischen Schriftstellerin Eva Kavian. Ihr Buch nimmt Teil am “Prix des lycéens”, bei dem von Schülern 4 verschiedene Bücher gelesen werden, von denen eins als bestes Buch in einer auf französisch geführten Argumentation gekürt wird. Alle 4 Bücher wurden im Unterricht behandelt.
 
Die Autorin stellte ihr Buch “Le frère de Simone” vor, das im Jahr 2015 erschienen ist. Es handelt von der Schülerin Simone, die einen dreijährigen Sohn hat. Sie besucht ein Gymnasium für Kinder reicher Eltern. Dabei werden die Probleme der unterschiedlichen sozialen Schichten erläutert und die verschiedenen Lebensweisen dargestellt.
Die Schüler konnten während der Vorlesung, die selbstverständlich auf französisch gehalten wurde, ihre vorbereiteten Fragen stellen. Im Laufe des interessanten Gesprächs erfuhr man viele Dinge über das Leben eines Schriftstellers. Unter anderem erläuterte Eva Kavian, dass sie schon im Kindesalter durch die Unterstützung ihrer Eltern Geschichten schrieb. Im Jahr 2001 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Seit dem erscheint von ihr regelmäßig ein Buch pro Jahr, von denen sie keines bevorzugt, denn das wäre, als wenn man entscheiden müsste, welches seiner Kinder einem das Liebste sei.
Während des Schreibprozesses braucht die Autorin Ruhe. Vorher verfasst sie einen Vorschrieb, den sie dann innerhalb einer Woche ausformuliert. Im Verlauf dieses Prozesses erhält sie neue Ideen für den Ablauf ihrer Geschichte. Dabei achtet sie darauf, in ihren Büchern immer eine Botschaft für den Leser zu vermitteln. In “Le frère de Simone” ist dieser die Vorverurteilung von Menschen unterschiedlicher sozialer Schichten.
Leider ist ihr Schriftstellergehalt nur sehr gering, sodass sie diese Leidenschaft nur als Nebenberuf ausüben kann und sie hauptberuflich im Krankenhaus arbeitet.
Durch die Nominierung für den “Prix des lycéens” fühlt sie sich sehr geehrt und genießt es, mit deutschen Schülern in Dialog zu treten.
Auch die Q1b hat diese Begegnung bereichert und man konnte die sympathische Autorin als “realistische Träumerin” kennenlernen.