Schülerzeitung

Axolotl-Alarm!

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Der Axolotl- ein ungewöhnliches Haustier

Axolotl - was ist das überhaupt für eine merkwürdige Kreatur? Dies und mehr erfahrt ihr in diesem Artikel.

Woher kommt der Name Axolotl? Die Bezeichnung stammt aus der aztekischen Sprache Nahuatl. Axolotl ist abgeleitet aus atl (Wasser) und Xolotl (ein Aztekengott) und bedeutet Wassermonster.

Wie sieht der Axolotl aus? Die Gesamtlänge beträgt etwa 23 bis 28 Zentimeter. In Einzelfällen werden die Tiere sogar zwischen 30 und 40 Zentimeter groß. Sie haben einen kräftigen, seitlich abgeflachten Ruderschwanz mit Flossensäumen, die sich weit nach vorne fortsetzen und am flachen, breiten Kopf sieht man beidseitig jeweils drei äußere Kiemenäste und die dahinterliegenden, mit Knorpelzähnen besetzten Kiemenspalten. Sein breites Maul ist unterständig, die Öffnung zeigt also nach unten. Die abgerundete Schnauze und die kleinen lidlosen Augen stehen weit auseinander. Bei erwachsenen Männchen ist die Kloake (der Po) etwas hervorgewölbt, bei den Weibchen etwas flacher. Die Wildfärbung ist dunkelgrau oder braun marmoriert, an der Bauchseite etwas heller.

Wo leben sie? Axolotl leben im Xochimilco-See und im benachbarten Chalco-See in einem vulkanischen Becken in Mexiko. Sie sind nachtaktiv und bevorzugen kühles, sauerstoffreiches Süßwasser und halten sich am Gewässergrund auf. In Xochimilco ist eine Population von 0,3 Axolotl pro Quadratkilometer festgestellt worden.

Was sind ihre Besonderheiten? Sie wachsen wie fast alle anderen Lurche als Larve heran, doch werden nie richtig erwachsen. Axolotl sind kiemenatmend und verfügen über die Fähigkeit, Gliedmaßen, Organe und sogar Teile des Herzens und Gehirns wiederherzustellen.

Wie pflanzen sie sich fort und wie viele Eier legen sie? Die Paarungszeit beginnt im Februar, sie sind mit etwa 8 bis 15 Monaten geschlechtsreif. Ihre Eier werden an die Blätter von Wasserpflanzen geheftet – zwischen 80 und 800 Stück! Die Larven schlüpfen, stark temperaturabhängig, nach 15 bis 20 Tagen. Noch etwa zwei Tage ernähren sie sich von ihrem Dottersack, bevor sie selbst Nahrung suchen gehen bzw. schwimmen.

Wovon ernähren sie sich? Axolotl sind Fleischfresser und bevorzugen Krebstiere, weitere wasserbewohnende wirbellose Tiere (beispielsweise Insektenlarven), kleinere Fische und den Laich sowie Jungtiere von anderen Lurchen. Manchmal wird auch der Nachwuchs der eigenen Art gefressen.

Also sind Axolotl zwar außergewöhnliche Haustiere, aber auch sehr niedliche Begleiter. Sie sind für die Leute, die es nicht immer schaffen, sie jeden Tag zu füttern, ziemlich praktisch, da sie nur alle zwei Wochen gefüttert werden müssen. Außerdem sollten sie zu zweit und gleich groß in einem ca. einen Meter langen Aquarium gehalten werden, das wiederum nur dann gesäubert werden muss, wenn sich schon langsam eine Schmutzschicht auf dem Wasser bildet. Axolotl sind als Tiere für die, die nicht so viel Zeit für ein Haustier haben, aber trotzdem gerne eins möchten, sehr sinnvoll. Also fahrt in eine Tierhandlung und schafft euch einen Axolotl an!  Passt aber anfangs beim Füttern auf eure Finger auf, weil diese kleinen Tiere ganz schön kräftig zubeißen können!

(Mit dem Axolotl auf Tuchfühlung waren Chiara und Josina, 6c.)