Schülerzeitung

Frei haben am "Tag der Arbeit"?

Am Dienstag, dem 1. Mai, war für uns alle ein sehr angenehmer Tag: Es war frei, wie an jedem ersten Mai. Was im Übrigen perfekt für jeden Tanz in den Mai ist. Aber warum feiert man diesen eigentlich so?                                                                                                                                      Die meisten unter euch wissen vermutlich, was an diesem Tag gefeiert wird. Für alle, die es noch nicht wussten, es ist der „Tag der Arbeit“. Logischerweise fragt man sich: „Wieso hat man denn am Tag der Arbeit frei?“ Und genau darum geht es hier: Was ist der Tag der Arbeit? 

          

 

                              Begonnen hat alles am 1. Mai 1886 in den USA. Der 1. Mai war dortzulande als „Moving Day“ bekannt, da an diesem Tag oft Verträge abgeschlossen oder aufgehoben wurden und dies oft mit einem Arbeitsplatzwechsel verbunden war. Viele Arbeiter wünschten sich, dass in den neuen Verträgen der Acht-Stunden-Tag berücksichtigt werde. Um diese Forderung zu verdeutlichen, gingen an jenem 1. Mai ca. 400.000 Arbeiter aus den verschiedensten Betrieben streiken. Besonders in Chicago gingen sehr viele Menschen friedlich protestieren. Allein dort waren es rund 80.000.                                                                                          Zwei Tage später begann das Drama dann erst richtig: Polizisten griffen in Chicago mehrere Protestierende an, wobei diese leider starben. Daraufhin gingen andere Teilnehmer auf den Heumarkt von Chicago. Zum Ende dieser Demonstration, als sich noch ca. 200 Arbeiter auf dem Platz befanden, rückten 176 bewaffnete Polizisten an. Plötzlich zündete ein Unbekannter eine Bombe und löste damit eine Panik bei der Polizei sowie bei den protestierenden Arbeitern aus. In dieser Panik starben sieben Polizisten und weitere vier Arbeiter.                                                                                                                       Am darauffolgenden Tag wurde das Kriegsrecht ausgesprochen, was zu Durchsuchungen und Festnahmen einiger Protestanten führte.                                                                              Doch die Protestanten ließen sich nicht lange aufhalten: Im Dezember 1888 streikten sie erneut und mit ihnen viele weitere Arbeiter, beispielsweise in Frankreich. 1890 gab es erstmals weltweite Massendemonstrationen, die auch endlich erfolgreich waren.

Heutzutage gibt es zwar einen deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der sich für Gerechtigkeit zwischen Regierung und Arbeitnehmern einsetzt. Doch dieser Tag wird immer noch gefeiert, um an die Vorfälle in Chicago zu erinnern.

(Bente Maurer, 7d)