Schülerzeitung

MIT meets GaM!

 

THE MAN kopie kopie   THE WOMAN kopie kopie kopie kopie kopie

Im Zuge eines Programms, das Auslandsaufenthalte für Studenten ermöglicht, darf das GaM auch dieses Jahr wieder zwei Vertreter des prestigeträchtigen MIT (Massachusetts Institute of Technology) für drei Wochen bei sich begrüßen. In der Woche unterrichten sie hier unsere Schüler und erkunden am Wochenende die nähere und weitere Umgebung Bad Schwartaus.

Die Schülerzeitung hat nun die Ehre, den beiden Studenten Georgette Tso und Andrew Titus mehr oder weniger spontan einige Fragen stellen zu können.

Weiterlesen: MIT meets GaM!

Achtung: Es darf fotografiert werden!

Fotowettbewerb!!!!!!!!

Es gibt wieder einen Fotowettbewerb! Das Thema ist dieses Mal: DAS GaM UND SEINE GEHEIMNISSE! Ihr sollt die hintersten Ecken durchforsten und spannende, mysteriöse Fotos machen, die uns alle verblüffen werden! Also los, durchsucht unsere Schule und schießt das beste Foto von allen! Bitte schickt uns die Fotos an: schuelerzeitunggam@gmx.de bis Ende März.

Rezension: Die Känguru-Chroniken

Die Känguru Chroniken – Ansichten eines vorlauten Kängurus   

Die Känguru Chroniken von Marc-Uwe Kling sind ein Episodenroman, in diesem Fall eine Sammlung aus 38 mit Witz und Finesse geschrieben Kurzgeschichten über Politik, Alltag und den Kapitalismus. Sie sind im Jahr 2009 im Ullstein Verlag erschienen.

In diesem Buch geht es um Marc-Uwe selbst, fast. Seitdem ein kommunistisches Känguru bei ihm eingezogen ist und es seine Gedanken über diverse Themen preisgibt, schreibt er als Chronist alles auf, was es so von sich gibt. Auf diese Weise entstehen viele interessante Gespräche, Theorien und seltsame Situationen, die in den einzelnen Kapiteln geschildert werden. Auf diese Weise entstehen diverse Running Gags, welche sich auch auf verschiedene historische Ereignisse, Personen oder Kulturen beziehen.

Mir hat das Buch echt gut gefallen, da ich diese Mischung aus schwarzem Humor und Gesellschaftskritik einfach liebe. Marc-Uwe Kling hat es geschafft, komplexere Themen wie Politik oder Rechtsextremismus mit einer guten Prise Humor verständlich und lustig zu gestalten, ohne sie direkt ins Lächerliche zu ziehen.

Ich empfehle dieses Buch allen, die mal etwas über eine ehrliche und zugleich humorvolle Weltanschauung erfahren wollen. Für diejenigen, die Hörbücher bevorzugen, empfehle ich die Mitschnitte von Lesungen des Buches. Marc-Uwe Kling schafft es, durch seine spezielle Art des Vorlesens und seine Betonung in bestimmten Situationen noch etwas mehr Leben in dieses verrückte Buch zu bringen.

(Tom Wenke, 8a)

Urban Sketching

Kunst muss strengen Regeln folgen, um gute Ergebnisse zu erzielen. Hilfslinien sind verpönte Überreste vergangenen Scheiterns, und man sollte es lieber ganz lassen, zu versuchen, etwas auf das Papier zu bringen, wenn man es nicht einmal schafft, ein Stillleben stilvoll zu übertragen. Das Zeichnen vor Ort, um eine idyllische Landschaft oder ein verträumtes Stadtbild auf der Leinwand festzuhalten? Gewagt, es erfordert Staffelei, Acrylfarbe, eine Doktorarbeit in Kulturwissenschaften und viel, sehr viel Zeit.

Ich hoffe, alle, die beim Lesen des vorangegangenen Textes zustimmend genickt oder gemurmelt haben, nehmen ihre Leinwand, ihre Kunst, und ihre verstaubten Ansichten und bleiben in dem stickigen Verschlag, in dem sie gelernt haben, dass Kunst still sein muss, Regeln folgt und teures Material erfordert.

Bitte, nehmen Sie Ihren Geschmack und das Verlangen mit zu kritisieren, wie und wo Kunst zu passieren hat.

Ich präsentiere für alle, die noch lesen: Das Konzept Urban Sketching!

 Was ist Urban Sketching?

 „Urban Sketching“ (etwa: Städtisches Skizzieren; Skizzieren in der Stadt) beschreibt eine weltweite künstlerische Bewegung mit dem Ziel, das Leben um uns herum auf Papier festzuhalten. Es ist nicht bekannt, wann die Ersten begannen, ihre Umgebung zu skizzieren, doch mit der 2007 vom Illustrator und Journalisten Gabriel Campanario gegründeten Organisation „Urban Sketchers (USk)“, bekam diese Bewegung endlich ein Gesicht.

Mittlerweile gibt es in fast jeder größeren Stadt regelmäßige Treffen und Ausstellungen, und ungeachtet von Motiv oder Talent kann jeder Urban Sketcher seine Werke auf einem der zahlreichen Blogs und Webseiten veröffentlichen, die es zu diesem Thema gibt.

Was macht Urban Sketching aus?

„Wir zeichnen vor Ort, drinnen oder draußen, nach direkter Beobachtung“ ist einer der ersten Sätze, die Jens Hübner den Lesern in seines Buches „Ein Jahr Urban Sketching: das Workbook“ (erschienen 2016 beim EMF-Verlag) mit auf den Weg gibt. In diesem um die hundert Seiten langen Manifest bringt er dem Leser alles bei, was er über Urban Sketching wissen muss, nebst einem Fine Liner und 25 Tipps zum Skizzieren auf der Straße.

Mit allen möglichen Mitteln, oft nur mit Bleistift und Skizzenbuch, aber auch mit Aquarellfarbe und Acrylmarkern, skizzieren Urban Sketchers vor Ort, was vor Ort passiert: ohne festgelegten Stil, nur der Regel folgend, dass der Charakter des Ortes erhalten bleiben sollte.

Und gerade das macht Urban Sketching so interessant.

Jedes einzelne Bild ist authentisch, denn es nimmt die Einflüsse des Ortes auf, an dem es gezeichnet wurde.

Verwackelte Linien lassen die unruhigen Bewegungen der gezeichneten U-Bahn zum Leben erwachen, die bloße Akzentuierung von Lichtpunkten und das Spielen mit der Fantasie des Betrachters geben das Gefühl, man sei wirklich dort gewesen, wo das Bild gezeichnet wurde.

(Ella Steffen, Eb)

Achtung, Krokodile!

An einem schönen Sommertag saß Benni an seinem Schreibtisch und starrte auf seine Hausaufgaben. Gestern war er in die 3. Klasse gekommen. Benni seufzte und dachte über den heutigen Tag nach. In der Schule hatte er sich neben Linja gesetzt. Die hatte ihm einen Zettel gereicht, auf dem stand: Hast du Mut? Komme heute Nacht an den Fluss Suri! PS: Bist du da, gehörst du zu den „Spinx“. Benni fand, dass die Spinx die coolsten Kinder von der ganzen Schule waren. Zu Fabi, Linja, und Sven zu gehören, war schon immer sein Traum gewesen. Er würde also kommen.

Um halb eins machte Benni sich auf den Weg zum Suri. Er wurde schon von Fabi, Linja und Sven erwartet. Fabi hatte rote Locken und ein schiefes Grinsen. Linja schwarzes Haar und lange funkelnde Ohrringe. Sven war groß und sportlich. Benni schluckte. Zögernd kam er näher. Auf einmal schlugen die Kirchenglocken. Es war ein Uhr. Die Spinx bemerkten Benni jetzt. Linja rief: „Hey Benni! Komm her!“ Schnell rannte Benni zu ihr herüber. „Na, alles klar?“, begrüßte Fabi ihn. Sven meinte: „So, Benni, wir haben eine kleine Mutprobe vorbereitet.“ Er grinste fies. Benni rutschte das Herz in die Hose. Er stotterte: „W…, w…, was?!“. Fabi nickte: „Ja, ja. Aber die Mutprobe ist nicht schlimm.“ „Genau“, sagte Linja, „nur über die Suri springen.“ Benni starrte sie an. Ihm schlotterten die Knie. „Ü…, Über die Suri sp…, springen?“, fragte er noch einmal. „Ja, Mann!“, antwortete Sven genervt. Und ehe Benni noch etwas sagen konnte, nahm er Anlauf und sprang über die Suri. Fabi und Linja jubelten. Dann sprangen auch sie über den Fluss. „Los Benni! Los!“, riefen sie. Benni schüttelte ängstlich den Kopf. Sein Vater hatte im Fernsehen gesehen, dass es Krokodile in der Suri gab. Auf einmal bemerkte er einen großen schuppigen Leib im dunklen Wasser. „Oh Gott, Benni!“, ertönte da Linjas Stimme. Benni fuhr herum. Hinter ihm waren zwanzig riesige Krokodile. Ihre Augen leuchteten wie Feuerbälle in der dunklen Nacht. Ihr Grunzen war dunkel und dröhnend. Schwerfällig stampften sie zu ihm herüber. Drohend rissen sie ihre gewaltigen Mäuler auf, sodass Benni viele spitze gelbe Zähne sehen konnte. Benni wurde kreidebleich, schrie wie am Spieß und rannte los. Am anderen Ufer standen die Spinx und starrten die Krokodile an. Benni war am Ufer angekommen. Aber kurz bevor er abspringen konnte, stolperte er und fiel hin. „Au!“, brüllte er und hielt sich sein Handgelenk. Plötzlich rutschte Schlamm unter ihm weg und er landete im eiskalten Wasser der Suri. Er ging unter, kam aber wieder hoch. Verzweifelt versuchte er gegen die Strömung anzuschwimmen. Da stieß etwas an sein linkes Bein. Entsetzt versuchte Benni zu erkennen, was das war. Aber das Wasser war zu dunkel und aufgewühlt. Mit letzter Kraft schwamm Benni ein Stück in Richtung Ufer. Er krallte sich mit seinen Fingern in die glatte Böschung. Sofort waren die Spinx da und halfen ihm aus dem Wasser.

Bibbernd, erschöpft und unendlich erleichtert ließ er sich zu Boden sinken. „Äh, ja, bis dann Benni“, murmelte Sven. „Bye-bye“, meinte auch Fabi. Nur Linja blieb noch. Erst schwiegen beide. Irgendwann sagte Linja: „Das hast du toll gemacht, das war super mutig von dir.“ Sie gab Benni ein kleines Fläschchen aus grünem Glas, das mit Sand gefüllt war. „Unser Markenzeichen, echt aus der Sahara“, erklärte sie. Dann verschwand auch sie in der Nacht.

Bente (5c)