Schulentwicklung

Ausbildungskonzept des Gymnasiums am Mühlenberg

Grundlage:

  • APO (Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Lehrkräfte II vom 01. August 2009)
  • Allgemeine Ausbildungssstandards (siehe „Informationen zum Vorbereitungsdienst 3“, S. 13 – 15)

 

Alle an der Ausbildung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) Beteiligten unterstützen die LiVs bei der Umsetzung der allgemeinen Ausbildungsstandards unter Berücksichtigung der Grundsätze des Schulprogramms und der Bestimmungen der APO.

Einführung in die schulische und unterrichtliche Arbeit am GaM

Ausbildungslehrkräfte und Schulleitung informieren die LiVs über

  • Räumlichkeiten
  • Schulprogramm
  • Bildungsstandards
  • Lehrpläne
  • Fachgruppen
  • ...

Personelle Voraussetzungen

Die Ausbildung von LiVs durch die Ausbildungslehrer/innen bleibt in Zukunft in der Regel freiwillig. Für jedes Fach steht nach Möglichkeit (z.B. im Krankheitsfall) eine zweite Ausbildungskraft zur Verfügung. Das Gymnasium am Mühlenberg bildet in der Regel nicht mehr als drei LiVs aus.

Organisatorische Voraussetzungen

Der Stundenplan ermöglicht es der Ausbildungslehrerin / dem Ausbildungslehrer, einmal wöchentlich den / die LiV im eigenverantwortlichen Unterricht anzuhospitieren. Außerdem wird vom Stundenplan berücksichtigt, dass dem / der LiV möglichst viele Wochenstunden zur Hospitation bzw. Durchführung des Unterrichts unter Anleitung ermöglicht werden (Ausnahme: Mittwoch = Modultag). Vom Stundenplan wird eine gemeinsame Besprechungsstunde für den / die LiV und Ausbildungslehrer/in eingerichtet.

Orientierungsgespräch

Der / die Ausbildungslehrer/in führt mindestens zu Beginn der Ausbildung und nach sechs Monaten beratende Orientierungsgespräche über die Ausgestaltung bzw. den Stand der Ausbildung. Diese Gespräche sollten kurz protokolliert werden.

Praktische Arbeit der LiVs

Der / die  LiV erteilt im Schnitt insgesamt 10 Wochenstunden pro Semester im  eigenverantwortlichen Unterricht.

Zusätzlich sollte er / sie – je nach Fach und Konzeption einer Unterrichtseinheit – pro Semester pro Langfach 15-20 Stunden, in Kurzfächern ca. 10 Stunden Unterricht unter Anleitung durchführen; inklusive Konzeption, Durchführung und Korrektur einer Klassenarbeit / Klausur.

Der / die LiV sollte so früh wie möglich Unterricht in der Oberstufe kennen lernen, indem er / sie z.B. den Unterricht seines / ihres Ausbildungslehrers in der Sekundarstufe II begleitet.

Der / die LiV muss bei Hospitationen durch die Ausbildungslehrer/innen im eigenverantwortlichen Unterricht sowie beim Unterricht unter Anleitung dem Ausbildungslehrer / der Ausbildungslehrerin regelmäßig

  • eine Stundenverlaufsplanung in Form eines Stundenrasters,
  • einen Entwurf  für das geplante Tafel / Folienbild,
  • Kopien der in der Stunde verwendeten Unterrichtsmaterialien

vorlegen.

Auf einem weiteren Blatt sollten außerdem

  • die wichtigsten Lernziele der Unterrichtsstunde (dem Gang der Stunde entsprechend)

aufgelistet werden. Diesen sollten auch die Kompetenzbereiche zugeordnet sein.

Bei Hospitationen im eigenverantwortlichen Unterricht der LiVs durch den Ausbildungslehrer / die Ausbildungslehrerin sollte dieses Blatt zusätzlich

  • eine Kurzbeschreibung der Lerngruppe sowie
  • ausgewählte Lernziele der Unterrichtseinheit einschließlich der Kompetenzbereiche enthalten.

Nach jeder begutachteten Stunde sollte eine Besprechung der Stunde mit der / dem LiV anhand eines Hospitationsbogens erfolgen. Eine Kopie dieses Bogens sollte auch jeweils der / dem LiV ausgehändigt werden.

Da es keine Lehrproben mehr gibt, die LiVs aber im Examen für ihre Examenslehrproben ’kurze erläuternde schriftliche Unterrichtsvorbereitungen’ vorlegen müssen, sollen die LiVs pro Semester pro Fach einen ca. 3-Seiten langen Unterrichtsentwurf zu einer Hospitationsstunde vorlegen, der sich an den bisherigen Lehrprobenentwürfen orientiert und folgende Aspekte beinhaltet:

  • Lernziele der Unterrichtseinheit mit Kompetenzbereichen,
  • Lernziele der Unterrichtsstunde mit Kompetenzbereichen,
  • Bemerkungen zur Lerngruppe,
  • Bemerkungen zur Didaktik,
  • Bemerkungen zur Methodik.

Pro Fach soll je ein Entwurf für die Orientierungsstufe, die Mittelstufe und die Oberstufe vorliegen. Da der Schulleiter bei der Ermittlung der Endnote im Examen ein sehr starkes Gewicht hat, sollte er den / die LiV möglichst zwei Mal, mindestens aber ein Mal pro Semester pro Fach anhospitieren. Falls der Schulleiter fachfremd ist, wären gemeinsame Hospitationen durch Ausbildungslehrer und Schulleiter im Unterricht des / der LiV sinnvoll. Außerdem sollte der Schulleiter regelmäßig Kontakt zu den Ausbildungslehrern aufnehmen, um sich über den Ausbildungsstand des / der LiV zu informieren.
LiVs sollten die Möglichkeit haben, an Klassen-, Kursfahrten, Austauschfahrten, etc. teilzunehmen sowie aktiv fächerübergreifenden Unterricht, Projekte etc. mitzugestalten.

Hospitationen an anderen Schulen

Der / die LiV sollte nach Möglichkeit auch mindestens ein Mal pro Semester pro Fach bei einem /einer LiV an einem anderen Gymnasium – nach Möglichkeit im Unterricht unter Anleitung - hospitieren. Ein Kooperationsnetzwerk mit Schulen in Lübeck und dem Lübecker Umland ist aufgebaut.

Modulangebote durch das IQSH

Modulangebote (sowohl Pflicht- als auch Wahlmodule) für die einzelnen Fächer sowie deren Austragungsorte können unter www.lehrerausbildung-sh.de eingesehen werden. Die Module müssen von der /dem LiV online unter Angabe der Dienststellennummer und eines persönlichen Passwortes gebucht werden. Die gebuchten Module werden automatisch gespeichert. Der / die Ausbildungslehrer/in sollte die /den LiV dahin gehend beraten, welche Pflichtmodule sinnvollerweise in welchem Semester wahrgenommen werden sollten. Außerdem sollte der / die Ausbildungslehrer/in – unter Berücksichtigung der Interessen der /des LiV - auch Hilfestellung bei der Auswahl der Wahlmodule geben, um der /dem LiV eventuell die Möglichkeit zu geben, bestimmte persönliche Schwerpunkte der Ausbildung im Portfolio dokumentieren zu können.

Das Portfolio

Das von dem / der LiV zu erstellende Portfolio muss unterrichtliche Schwerpunkte in allen drei Jahrgangsstufen belegen. Dokumentiert werden sollten vor allem u.a. auch von dem / der LiV durchgeführte besondere Arbeitsformen und Methoden wie z.B. Lehrbuch unabhängige Unterrichtseinheiten, Projektarbeit, Lernen an Stationen, Wochenarbeitspläne, Lektürearbeit / Erstellung eines Lesetagebuches, Einsatz von Computern und die Durchführung von Fachtagen, sozialen Projekten, Ausstellungen oder Exkursionen. Im Anhang des Portfolio könnten die unterrichtlichen Schwerpunkte z.B. durch Stundenraster, ‘Lehrprobenentwürfe‘, Gruppenarbeitsergebnisse (z.B. Collagen), Projektprodukte etc. belegt werden. Um die Erstellung des Portfolio zu erleichtern, sollten die LiVs jede Stunde, die sie geben (sowohl im eigenverantwortlichen U. als auch im U. unter Anleitung) kurz in Form eines Unterrichtstagebuches dokumentieren (wie im Unterrichtstagebuch für die Sekundarstufe II oder im Klassenbuch).

Die Hausarbeiten

Die / der LiV schreibt eine Hausarbeit (Wahl zwischen Pädagogik, Fach 1 oder Fach 2), dessen Thema sich jeweils aus einem Pflichtmodul ergeben muss. Obwohl die Betreuung dieser Hausarbeit durch das IQSH erfolgt, sollten die Ausbildungs-lehrer/innen die /den LiV hinsichtlich der Themenfindung beraten und sie / ihn während der Durchführung der Unterrichtssequenz anhospitieren. Da die Hausarbeit Bestandteil der Examensnote ist und der Schulleiter bei der Ermittlung der Endnote ein sehr starkes Gewicht hat, sollte auch er einen Unterrichtsbesuch im Unterricht der / des LiV einplanen.

Elemente der Ausbildung

Die im Folgenden aufgestellte Liste soll der / dem LiV, dem Seiteneinsteiger / der Seiteneinsteigerin helfen, seine Ausbildung zu planen, zu organisieren und sich durch Module, bei den Ausbildungslehrkräften und der Koordination die entsprechende Unterstützung zu holen. Die genannten Elemente der Ausbildung müssen mit wenigen Ausnahmen für jedes Fach erarbeitet werden.

(Liste der Elemente der Ausbildung)

 

M. Spanich, Koordinatorin