Oberstufe

Gestaltungs- und Organisationsprinzipien der Profiloberstufe am GaM

Gestaltungs- und Organisationsprinzipien
(Beschluss der Schulkonferenz)

Um den im Schulprogramm formulierten Zielen gerecht zu werden, wird die Profiloberstufe am Gymnasium am Mühlenberg nach folgenden Grundsätzen gestaltet:

1. In allen drei Aufgabenfeldern werden Profile eingerichtet, damit die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Wünschen und Neigungen aus einem Angebot wählen können, das sich durch eine breite Vielfalt auszeichnet.

2. Der Unterricht findet im Klassenverband, in der Profilgruppe und in Kursen statt. Durch die Verringerung der Belegpflichten, die Einrichtung von Profilgruppen und die Ausweitung des Kurssystems erhöhen sich die Wahlmöglichkeiten, sodass die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Fer­tigkeiten Schwerpunkte setzen können.

3. Die Schülerinnen und Schüler können in der 11. Klasse mit Spanisch eine weitere moderne Fremdsprache erlernen, wodurch die Bedingungen für die Wahl des sprachlichen Profils erleichtert werden.

4. Die Erlangung eines der staatlich anerkannten Abschlüsse im Fach Latein (Kleines Latinum, Latinum oder Großes Latinum) ist gewährleistet, sodass alle Schülerin­nen und Schüler ein Latinum erreichen können, das an den Universitäten Voraus­setzung für eine große Anzahl von Studiengängen ist.

5. Wahlkurse (z. B. Kunst, Musik, Rechtskunde, Business English, DELF/DALF) er­möglichen den Schülerinnen und Schülern den Erwerb zusätzlicher Qualifikatio­nen, die zertifiziert werden können.

6. Die Kooperation der Fächer im Profil wird zunächst so organisiert, dass der Fach­unterricht der am Profil beteiligten Fächer unter ein Halbjahresthema gestellt wird, das von den Schülerinnen und Schülern mit den Methoden der einzelnen Fä­cher aus verschiedenen Perspektiven mit unterschiedlicher inhaltlicher Akzentuie­rung erarbeitet wird.

7. Jedes Profil thematisiert zentrale gesellschaftliche Probleme, deren fächerüber­greifende und Fächer verbindende Bearbeitung für die Zukunft von existenzieller Bedeutung ist, damit die Schülerinnen und Schüler die Kompetenz entwickeln können, handelnd zur Lösung dieser Probleme beizutragen.

8. Die Verstärkungsstunden werden in den ersten beiden Schulhalbjahren der Quali­fikationsphase in der Profilgruppe im Rahmen eines Seminar für einen Methodik­unterricht verwendet, der methodisch auf die Abiturprüfung vorbereitet, indem er Schwerpunkte bei der Präsentation von Arbeitsergebnissen und der Überprüfung von Lernergebnissen setzt, und inhaltlich auf die Studienfahrt im dritten Schulhalb­jahr vorbereitet.

9. Ein Teil der Unterrichtsstunden im Profil wird geblockt, damit „Lernen am anderen Ort" erleichtert und fächerübergreifender Unterricht ohne formale Aufhebung der Fächergrenzen ermöglicht werden kann.

10. Die Anzahl der Klassenarbeiten wird auf das im Erlass über Klassenarbeiten in der gymnasialen Oberstufe genannte Minimum beschränkt, sodass in der Regel in jedem Fach pro Halbjahr eine Klassenarbeit geschrieben wird. Die dadurch erzielte Verringerung punktueller Vorbereitungen auf Leistungsüberprüfungen erleichtert den Schülerinnen und Schülern die kontinuierliche Vor- und Nachbereitung von Unterricht.

11. Die Ausweitung des Umfangs des verpflichtenden Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe von 87 auf 97 Wochenstunden in Verbindung mit der Einführung des Ganztagsschulbetriebs erfordert eine Verringerung des Umfangs der Hausaufgaben, die von den jeweiligen Fachkonferenzen beschlossen wird.

12. Alle Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe erwerben ein sog. Sozialzertifikat, indem sie an schulischen Gemeinschaftsaufgaben mitwirken.

13. In der 12. Jahrgangsstufe bereiten ein einwöchiges Wirtschaftspraktikum, ein Bewerbungstraining, Diskussionsveranstaltungen mit Führungskräften der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie individuelle Beratungsangebote auf Studium und Berufsausbildung vor.

14. Ein Koordinationsausschuss, der aus dem Oberstufenleiter und jeweils einer in den Profilen unterrichtenden Lehrkraft besteht, unterstützt die Entwicklung der Profile, damit sowohl die Transparenz der Entscheidungen als auch die gemeinsame Verantwortung für den gesamten Prozess der Reform erreicht werden kann.

15. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Landesverordnung über die Gestaltung der Oberstufe und der Abiturprüfung in den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (OAPVO) in der jeweils gültigen Fassung.