Schulprogramm

Schulprogramm

Schulprogramm des Gymnasiums am Mühlenberg -

Europaschule

 

I. Vorweg

Bildungs- und Erziehungsarbeit unterliegt einem ständigen Wandel. Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums am Mühlenberg reagiert mit Hilfe der Instrumente der Schulentwicklung gezielt auf diese Veränderungen. Dabei wird  sichergestellt, dass es feste Bestandteile für die Schulgemeinschaft gibt, welche für alle verbindlich sind. Für das vorliegende Schulprogramm wurde das Ergebnis einer an die Elternschaft, Schülerschaft und Lehrerschaft gerichtete Umfrage evaluiert. Auf dieser Grundlage bauen die vorliegenden Grundsätze und Vorgehensweisen auf.

 

II. Grundsätze

Unser übergeordnetes Ziel ist die Zukunftsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler in Europa und einer komplexer werdenden Welt, um anderen und sich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Hierfür wird die Bildung eines europäischen Bewusstseins  gefördert, um eine europäische Identität zu entwickeln.

Um dieses Ziel zu erreichen,

-    ermöglichen wir an unserem Gymnasium durch lebendige Lernkultur den

     Schülerinnen und Schülern Freude am Lernen, Studierfähigkeit und eine

     breite Allgemeinbildung,

-    achten wir auf ein gelungenes Miteinander im Schulleben,

-    leben und vermitteln wir gegenseitige Toleranz und gegenseitigen

     Respekt,

-    streben wir im schulischen Leben Gerechtigkeit an und vermitteln sie als

     einen Wert, für den Schülerinnen und Schüler im späteren Leben selbst

     eintreten,

-    streben wir Mündigkeit unser Schülerinnen und Schüler an, damit sie ihr

     Leben selbstbestimmt gestalten können,

-    unterstützen wir  die Schülerinnen und Schüler darin, zunehmend die

     Verantwortung sowohl für ihren eigenen Lernprozess als auch im

     Schulalltag wie für die Schulgemeinschaft zu übernehmen,

-    gehen wir tolerant miteinander um und vermitteln eine vorurteilsfreie

     Weltoffenheit, die auf neugierigem Respekt basiert.

 

         LERNKULTUR

Unsere Lernkultur prägt eine vertrauensvolle und angstfreie Lernatmosphäre, in der neben verschiedenen Kompetenzen vor allem Kritikfähigkeit, Kreativität, Individualität und Teamfähigkeit, Fachwissen und vernetztes Denken vermittelt werden.

Wichtig ist uns hierbei, die Eigenmotivation der Schülerinnen und Schüler zu fördern und sie darin zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten, um eine Nachhaltigkeit über die Schulzeit hinaus zu erreichen.

Erfolg, Lebensfreude und Humor ergänzen die zentrale Bedeutung von Leistung und Freude am eigenen Können an unserem Gymnasium. Sie wirken mit den vorgenannten Aspekten gemeinsam persönlichkeitsbildend.

         MITEINANDER

Unsere Schulgemeinschaft legt Wert auf ein identitätsstiftendes WIR-Gefühl. Dies bedeutet Respekt und Empathie allen gegenüber. Wir wenden uns gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Rücksichtnahme, transparente Kommunikation, Fairness und Zuverlässigkeit unterstützen unser schulisches Miteinander.

         TOLERANZ und RESPEKT

Toleranz bedeutet für uns Akzeptanz und Duldsamkeit gegenüber anderen Menschen, deren Sichtweisen und Verhalten.

Sie ist die Voraussetzung für Respekt, der sich in einem wertschätzenden, achtungsvollen und aufmerksamen Umgang mit anderen ausdrückt.

        GERECHTIGKEIT

Die Vermittlung sozialer Gerechtigkeit im Klassenverband, an der Schule und globale Gerechtigkeit als Unterrichtsinhalt sind in unserer Schulgemeinschaft von zentraler Bedeutung.      

        MÜNDIGKEIT

Mündigkeit ist die Voraussetzung, Verantwortung zu tragen und sich bewusst zu sein, dass eigenes Handeln Konsequenzen hat, für die man einstehen muss. Dies erfordert Rationalität und Selbstbestimmtheit. Im schulischen Leben hängt die Entwicklung der Mündigkeit direkt mit der Übernahme von Verantwortung zusammen. Dabei vermitteln wir in unserer Schule Kritikfähigkeit und Urteilsvermögen. So stärken wir wesentliche Eigenschaften von Menschen in einer Demokratie.

         VERANTWORTUNG

Die Notwendigkeit zum verantwortungsvollen Handeln finden wir auch in unserer Schule auf unterschiedlichen Ebenen: im Engagement für sich und andere, in der aktiven Mitgestaltung des Schullebens und der zuverlässigen Übernahme von sozialen Aufgaben. Auf diese Weise entsteht ein Lernprozess, der über die Schule hinaus nachhaltig Einfluss nimmt, so bei persönlichen Entscheidungen, aber auch im Hinblick auf Beruf und gesellschaftliche Rolle.

         WELTOFFENHEIT

Sie ist eine wesentliche Grundlage für Weiterentwicklung und damit auch Voraussetzung für das schulische Lernen an unserem Gymnasium. Weltoffenheit ermöglicht die Aufnahme von Wissen, Horizonterweiterung und Kontaktaufnahme. So hilft diese Weltoffenheit dabei, bereit für positive Veränderungen zu sein, sei es bei einem selbst oder beim Gegenüber, um damit den Boden für geistiges und seelisches Wachstum zu bereiten. Diese Haltung spiegelt sich an unserer Schule im Unterricht, im Schulleben, im Umgang mit Krisensituationen und unseren internationalen Kontakten wieder.

Insbesondere ist es uns an unserem Gymnasium als EUROPASCHULE möglich, diese Haltung in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen.

 

III. Besonderheiten im Schulprofil

 

-        Offene Ganztagsschule mit Mensa und

         AG-Angebot

-        Europaschule mit Partnerschulen

-        ShiB-Schule, Erkennen und Fördern der

         Stärken und Potentiale der Schüler

-        Zukunftsschule

  -        Pädagogische Schwerpunkte:

-     soziales Lernen

-     spezielles Sportkonzept

-     Förderkonzept

-     Medienkonzept

-     Präventionskonzept

  -        engagierter Förderverein

 

IV. Entwicklungsschwerpunkte

Die genannten Grundsätze werden im gemeinsamen Handeln der Schüler, Lehrer und Eltern lebendig. Darüber hinaus gibt es einen weiteren  Bereich, der für die Schulgemeinschaft des Gymnasiums am Mühlenberg von zentraler Bedeutung ist. Hierbei handelt es sich um drei Arbeitsschwerpunkte,  denen in der Schulentwicklung eine besondere Gewichtung zukommt:

Lernkultur

Soziales

Europa

Die Gestaltung dieser Entwicklungsschwerpunkte ist ein immerwährender Prozess, der zudem einer regelmäßigen Überprüfung unterliegt. Eine Koordinierungsgruppe erstellt in Absprache mit den Arbeitsgruppen einen Jahresarbeitsplan und begleitet die Durchführung und Umsetzung von drei Langzeitprojekten. Die Evaluation erfolgt in regelmäßigen Abständen und fließt in das fortentwickelte Schulprogramm ein.

 

V. Evaluation

Das Schulprogramm und der Jahresarbeitsplan werden jährlich durch die Schulprogrammarbeitsgruppe und die Koordinierungsgruppe aufeinander abgestimmt. Auf diese Weise können Neuerungen und Veränderungen eingebunden werden und die bereits erreichten Ziele durch neue ersetzt werden.